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Externes Email Konto in Gmail App einfügen

Gmail ist nicht nur Googles werbefinanzierter E-Mail-Dienst, sondern auch eine für Android und iOS verfügbare App. Über diesen Email-Client kann man neben Gmail selbst auch ein oder mehrere Email Konten von Drittanbietern über IMAP / POP3 und SMTP nutzen. Wie man ein externes Konto in die Gmail App unter Android hinzufügt will euch hier in 9 kurzen Schritten zeigen. Ich habe jeweils Screenshots gemacht und die Schritte kurz kommentiert, so dass auch nicht-IT-Experten keine Probleme haben sollten. Ich habe unter es unter Android getestet, die Einrichtung auf einem iPhone unter iOS dürfte sich aber vermutlich ähnlich gestalten.

1. In der Standardansicht links oben das Menü öffnen, runter scrollen und Einstellungen klicken.

Gmail App Android wie externe Email Adresse hinzufügen

2. Unter Einstellungen seht ihr euer Gmail Konto (hier unkenntlich gemacht), andere eventuell bereits hinzugefügte Konten, sowie die Option „Konto hinzufügen“.

Tutorial Android Email Einstellungen Gmail Adresse hinzufügen

3. Um die Einrichtung zu erleichtern lassen sich große Provider wie GMX, Web.de, Outlook, Hotmail, Live, Yahoo, Exchange und Office 365 auswählen. In diesem Beispiel möchten wir aber einen anderen Dienst nutzen und klicken daher unten auf „Sonstige“.

Email einrichten Android Anleitung GMX Web.de Outlook Yahoo

4. Unter „Meine Email-Adresse hinzufügen“ muss man nun, ratet mal, die hinzuzufügende Email Adresse angeben. Weiter geht es mit einem Klick auf „manuell einrichten“ links unten.

Wie Email einrichten unter Android

5. Im nächsten Schritt gibt man an um welchen Kontotyp es sich handelt. Diese Information solltet ihr von eurem Webhoster bekommen haben. Am sinnvollsten dürfte für die meisten IMAP sein.

Beschreibung Imap Konto in GMAIL einfügen

6. Unter „Einstellungen des Posteingangsservers“ gibt man die vom Provider erhaltenen Zugangsdaten ein. Der Nutzername ist meistens die komplette Email Adresse, Passwort ist klar, sowie die Adresse des Posteingangservers.

Nutzername Passwort Android Posteingang Server Einstellungen Imap pop3

7. Der nächste Schritt „Einstellungen des Postausgangsservers“ ist ebenso selbsterklärend. Der Einfachheit halber sind in meinem Fall Postein- und Postausgangsserver identisch. Wie andere Provider das handhaben kann ich nicht sagen, im Zweifel fragt beim Support nach.

Android Postausgang Server Einstellungen SMTP Adresse Passwort Benutzername

8. Unter „Konto-Optionen“ lässt sich die Synchronisierungshäufigkeit einstellen. Sprich wie oft die Gmail App, also der Email Client euer Postfach auf neue Nachrichten überprüft. Standardmäßig sind hier 15 Minuten ausgewählt, was für die meisten ausreichen dürfte. Weiterhin lässt sich hier konfigurieren, ob man bei neuen eMails eine Benachrichtigung auf dem Home-Screen bekommen möchte und ob Anhänge bei bestehender WLAN-Verbindung automatisch heruntergeladen werden sollen.

Email Synchronisierung wie oft Smartphone Handy Gmail

9. Im letzten Schritt kann man dem Email Konto noch einen Namen geben, zum Beispiel den Namen des Anbieters, und seinen eigenen Namen oder Firmennamen angeben. Dieser wird in gesendeten Nachrichten als Absender angezeigt.

Gmail App Email Absendername ändern

Das war es auch schon. Wenn man in der Gmail App eine neue Email erstellt kann man neben dem Gmail Konto die neu hinzugefügte Email-Adresse als Absender wählen. Das heisst die oder der Empfänger der Mail sehen nicht xyz€gmail.com sondern den von dir im letzten Schritt eingegebenen Namen nun die neu hinzugefügte Absenderadresse xyz@meinedomain.de. Außerdem überprüft die Gmail App euer externes Postfach im unter Schritt 8 eingestellten Intervall auf neue Nachrichten und zeigt diese im Posteingang an.

Nun denn, ich hoffe diese Anleitung war hilfreich. Bei Fragen verwendet gerne die Kommentarfunktion.

Data Privacy Day

Zum heutigen Data Privacy Day oder zu Deutsch Datenschutztag gibt es den Messenger Threema bis 22 Uhr zum halben Preis. Die Schweizer Krypto-App hatte ich ja bereits öfter erwähnt. Im Gegensatz zu WhatsApp und co wurde von Anfang an auf Ende zu Ende Verschlüsselung und Datenschutz gesetzt.

Threema Messenger LogoWhatsApp bzw Facebook kennt Milliarden von Handynummern und weiss, wer wie oft mit wem was teilt. Bilder werden automatisch erkannt. Diese Informationen werden zu Profilen verknüpft und in Geld umgewandelt. Threema hat sich auf die Fahnen geschrieben für mehr Privatsphärezu sorgen.

Threema App IconThreema gibt es für iOS, Android und Windows Phone. Noch bis 22 Uhr läuft die Aktion, daher wartet nicht zu lange. Ich bin im Sommer 2013 komplett umgestiegen und hatte auch einen Artikel geschrieben wie man seinen WhatsApp Account löscht. Wenn vermutlich inzwischen ein paar Schritte etwas anders aussehen dürfte die Anleitung auch 5 Jahre später noch funktionieren.

Amazon stellt Cloud-Player Dienst ein

Wie auf den Hilfe-Seiten und heise.de zu lesen ist stellt Amazon den Dienst für Speicherplatz-Abonnements in Amazon Music zum Januar 2019 leider ein. Bisher war es in der Premium-Variante möglich bis zu 250.000 Lieder hochzuladen, diese dann über einen Desktop-Client, Web-Player oder Handy-App zu streamen oder runterzuladen.

Klar, vermutlich sollen die Abo-Services Music Unlimited und Prime Music gestärkt werden, aber den Cloud-Player direkt dicht machen? Schade. Mal sehen was es bis dahin für Alternativen gibt. Empfehlungen abseits der Streaming-Abo Dienste a la Spotify und co bitte gerne in den Kommentaren.

Gestartet ist der Dienst vor mittlerweile 7 Jahren wie ich hier schrieb. So sah das ganze damals aus und war zunächst nur im Browser nutzbar:

cloudplayer amazon

Die Desktop-App hat ganze 2 Jahre auf sich warten lassen und war wie viele Amazon Produkte vorerst nur in den USA verfügbar.

Amazon Cloud Player Desktop Client

Die für mich uninteressante Alternative von Apple iTunes-Match scheint sich ebenfalls zurückzuziehen lese ich eben.

Nun verbleiben noch 12 Monate die hochgeladene Musik wieder runterzuladen / zu sichern. Direkt mal einen Termin im Kalender machen für Dezember, sicher ist sicher.

Proxmox VE

Als Freund von Virtualisierungslösungen habe ich kürzlich die Open-Source-Virtualisierungsplattform Proxmox VE ausprobiert. Nach kurzen Tests auf meinem lokalen Rechner wollte ich es dann auch auf einem „richtigen“ Server installieren um die Performance besser vergleichen zu können. Also auf der Hetzner Serverbörse zum testen ein günstiges System geschossen und los gehts.

proxmox ve logo

Dachte ich zumindest. Die Einrichtung bei Hetzner von VMs mit zusätzlichen IPs unter Proxmox hat leider nicht auf Anhieb geklappt, da der Wiki Artikel veraltet scheint. Dominic Pratt war so freundlich die Proxmox Netzwerkkonfiguration bei Hetzner noch mal zu erklären. Vielen Dank noch mal an dieser Stelle! Stichwort IP-Forwarding: Kaum macht man es richtig, schon gehts.

Wer bis hierhin gelesen hat und Proxmox noch nicht kennen sollte, probiere es aus! Mein „Proof of Concept“ bei Hetzner war erfolgreich und die Performance wie erwartet / erhofft. Das Testsystem habe ich wieder gekündigt, Im Laufe des Jahres 2018 werde ich aber sehr wahrscheinlich für meine Webhosting-Dienstleistungen auf einen völlig überdimensionierten Server bei Hetzner umziehen.

Mobile Payment mit boon (Teil 2)

Hier die Forsetzung des 1. boon Artikels mit den Ergebnissen meises Selbstversuchs und Fazit. Der 5€ Willkommensbonus wurde meinem Konto einen Werktag nach der 50€ Aufladung gutgeschrieben.

Soll heissen 50€ aufgeladen und 55€ zur Verfügung, da kann man schon mal nicht meckern. Und los gehts, Zahlung ist überall möglich wo kontaktlose Zahlungen via Mastercard akzeptiert werden. Der Hinweis dafür sieht meistens so in der Art aus:

Mögen die Spiele beginnen:

boon nfc transaktionen

Zu meinem Erstaunen lag die Akzeptanzquote bei sagenhaften 100%. In 8 von 8 Geschäften in denen ich es ausprobiert habe konnte ich mit meinem Handy bezahlen. Vom Kaffee im Fastfood Laden, über die Drogerie, vom Discounter bis hin zum „normalen“ Supermarkt oder dem Buchladen. Selbst Kleinstbeträge kontaktlos „auf Karte“ zahlen: kein Problem.

Klar, beim Kiosk um die Ecke oder dem Tante Emma Laden (insofern es sowas überhaupt noch gibt?) mag es vielleicht nicht gehen, aber in meinem wie ich denke hinreichend repräsentativen Test hat sich die Zahlungsmethode als durchaus praxistauglich erwiesen.

Auch wenn es hierzulande oft länger dauert, mobile Payment wird sich durchsetzen. Als einer der Marktführer steht Wirecard gut da: Umsatz und Gewinne steigen ordentlich. Ich bin gespannt wie sich das weiter entwickelt und werde den Dienst zunächst auch zukünftig nutzen.

 

Mobile Payment mit boon (Teil 1)

Oft ist es ja so, dass man sich der Existenz neuer Technologien zwar bewusst ist, diese jedoch nicht einsetzt oder wenigstens mal ausprobiert. Zumindest geht es mir häufig so. „Mobile Payment“ ist ein gutes Beispiel. In den technikaffineren Medien sehe ich immer mal Artikel über Apple Pay und ähnliche Dienste, tue diese dann aber als „noch nicht ausgereift“ ab oder gehe davon aus, dass kontaktlose Zahlungen hier in der nicht Großstadt ohnehin noch kein Händler anbietet.

Letztes Jahr gab es auf heise bereits diesen Artikel, auf den ich durch den c’t-Podcast uplink aufmerksam wurde. Wie oben schon gesagt: mag ja sein, dass das in der Stadt funktioniert dachte ich mir. Aber doch nicht hier am Dorf in Fulda?

Vor zwei Wochen habe ich dann diesen Artikel über die NFC-App boon gelesen und habe es ausprobiert.

Also App aus dem PlayStore geladen und kurz registriert. Ging zum Glück auch ohne die Zustimmung für Kontaktaufnahme zu geben.

boon ist eine virtuelle prepaid Mastercard der Wirecard Bank für NFC-fähige Smartphones. Sie soll es ermöglichen „einfach, smart & sicher“ zu bezahlen. Ich habe auf Android getestet, iOS wird denke ich auch unterstützt.

Ich habe mich zunächst für eine Aufladung von 50€ entschieden, weil man bei dann einen 5€ Bonus bekommt.

Wie man den Bonus bekommt, ob die Zahlungsmethode akzeptiert wird und nicht zuletzt wie die Verkäufer reagieren wenn man zum bezahlen sein Smartphone zückt werde ich dann die nächsten Tage berichten.

Hier gehts zum zweiten Artikel.