30 Jahre Audio CD

Heute vor 30 Jahren, also am 17. August 1982, wurde in Langenhagen bei Hannover eine Revolution eingeläutet: Im Presswerk des deutschen Musikkonzerns Polygram lief die Fertigung der ersten CD an. Wie bei allen neuen Techniken dauerte es natürlich bis sie sich durchsetzte, Musikkassetten und Platten sollten allerdings bald darauf nur noch ein Nischendasein führen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die CD ist kompakter und qualitativ überlegen. Keine staubigen Platten, Bandsalat, Rauschen und Brummen mehr. Spulen und umdrehen gehörten abenfalls der Vergangenheit an.

30 Jahre CD Compact Disc Digital Audio

Heutzutage sind CDs kaum noch gefragt. Mit der Verbreitung von PCs und der fortschreitenden Entwicklung des MP3-Formats bereits in den 90er Jahren wurde die CD nicht nur kopierbar, sondern auch im Internet getauscht. MP3-Files sind wiederum praktischer als CDs und mittlerweile durch diverse „Clouds“ nahezu überall verfügbar. Inzwischen wird Musik großteils gestreamt, runtergeladen oder eben nach wie vor getauscht.

Eine Verbesserung der Qualität ging mit dieser Entwickling leider nicht einher: MP3s sind verlustbehaftet und stinken nach wie vor gegen den 30 Jahre alten CD-Standard ab. Den meisten macht das aber nichts, die Generation iPod konsumiert die Musik großteils sowieso über die mitgelieferten Kopfhörer der Smartphones und MP3-Player im „Wert“ von 1,99€. Naja, jeder wie er meint. Ich freue mich jedenfalls schon darauf meinen Kindern irgendwann CDs und sogar Schallplatten vorzuführen, sowie die daraufhin vermutlich zum scheitern verurteilte Argumentation meinerseits, was denn daran nun bitte besser sein soll.

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Deutsches Rotes Kreuz

6 Kommentare zu “30 Jahre Audio CD

  1. Karsten

    Vielen Dank für die Erinnerung an dieses Datum – lang ist´s her. Der Trend weg von der CD scheint tatsächlich nicht wegzudiskutieren. Allerdings halte ich Deine These „Heutzutage sind CDs kaum noch gefragt“ für sehr gewagt – zumindest für den deutschen Markt kann man das so nicht sagen: über 75% der ofiziellen Umsätze, darin sind also noch nicht die vielen tausend Indiebands enthalten, die CDs veröffentlichen und nicht über die Charts gehen, kommen von CD Verkäufen.

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  2. Lelala

    Huiii, ja, ich kann mich auch noch genau erinnern, als ich im kindesalter staunend vor den Scheiben stand, die sich damals ein Bekannter meiner Eltern gekauft hatte – ich verstand das gar nicht :-) Jahre später, selbst im Bilde was dieser Schritt bedeutete, kamen dann auch schon bald die ersten CD Brenner… Ob es in 20 Jahren auch so ein historisches Datum zum Thema USB Sticks gibt? :-) Wobei deren Entwicklung weniger Auswirkung hatte als die CD, würde ich sagen?

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  3. Tanja

    Anfangs habe ich die Dinger gehasst wie die Pest. Heute kann ich mir ein Leben ohne sie gar nicht mehr vorstellen. Von Streaming, Clouds oder Musik-Abos halte ich nichts. Schließlich möchte ich die Musik besitzen. Und das am Besten bei mir zu Hause. ;-)

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  4. Gerhard

    Ich brauche solche Weiterentwicklungen wie Clouds auch nicht. Ich höre eh zu viel Musik und bin nicht mehr an einzelnen Produkten dran.
    Ein Universum an Musik braucht es nicht. Lieber wieder mal einzelne,gut produzierte CD wirklich abhören. Übrigens liegt mein Ipod seit Jahren unbenutzt rum, da ich nur zuhause u im Auto Musik höre.

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  5. Mira

    Vielleicht bin ich hoffnungslos altmodisch, aber ich höre lieber konzentriert eine CD mit optimalem Klangvergnügen an, und die gehört mir, und kann dann Text und Melodie auch selber wiedergeben.
    Es muß ja keiner zuhören.
    Bei den heutigen Musikclouds kann ich mir nicht vorstellen, daß das dann noch viele von sich behaupten können.

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